Stärketrinken am Dreikönigstag

 

In früherer Zeit führten in Franken und auch anderswo die jungen Burschen ihre Mädchen am Dreikönigstag in das nächste Wirtshaus, um sich die sogenannte Stärke anzutrinken, die sie (die Männer) für das kommende Jahr brauchten. Der Dreikönigstag war damals das Ende eines Arbeitsjahres. So trat man eine neue Stellung an oder besiegelte mit einem kräftigen Trunk seine kommende Jahresarbeit am alten Arbeitsplatz.

 

Der Hätzfelder Kreis hat diesen alten Brauch wiederbelebt. Vor dem einst größten Wehrturm  der Heidingsfelder Stadtmauer, dem Salmannsturm, wird nun schon seit einigen Jahren am Dreikönigstag zum “Stärketrinken” eingeladen. Der Stärketrunk besteht hier aus heißem Apfelmost und einem Schuss Eierlikör, der die sogenannte Stärke ist.

 

Die Dreikönigsnacht ist  auch die letzte der zwölf Raunächte, mit der eine geheimnisvolle Zeit zu Ende geht. Die Böllerschützen Julius Echter von 1985 vertreiben die bösen Mächte des alten Jahres beim Zwölfuhrläuten mit lautem Salutschießen.